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MARRAKESCH-SYNAGOGE

Kurz vor Neun. Sieben, acht marokkanische Juden und eine ganze Familie von ebenfalls sieben, acht Leuten aus Israel die zu Besuch sind sitzen in der kleinen Synagoge. Die ersten Gesaenge klingen furchtbar, der Rabbi ist monstroes dick. Mit der Zeit wird der Gesang besser, der Rabbi aber nicht duenner. Dafuer darf ich die Thora tragen. Auch gut.

Spaeter zum Abendgebet geht es in eine andere Synagoge. Ein Mann hat unten in seinem Wohnhaus einen Raum zu einer Synagoge ausgebaut. Das Abendgebet dauert nur kurz. Danach gabs noch Keckse und Tee, dann wurde noch eins draufgelegt. In Zwei Wochen ist ????? und ausserdem ist Heute bzw. Morgen der Anfang des neuen Monats nach juedischem Kalender. Das muss schliesslich gebuehrend gefeiert werden....

Als auch das vorbei ist spreche ich noch kurz mit dem Hausherrn und seiner Frau. Sie leben seit vierzog Jahren in diesem Haus am Rande der Mellah, dem juedischen Viertel und ehemaligen Ghetto. Naechstes Jahr werden sie Marokko verlassen und ihre letzten Jahre bei ihren Kindern und Enkeln in Israel verbringen.

So geht es hier immer. Vielleicht hatte ja Simon Levy recht (Benjamin Moscovici berichtete live aus Casablanca) und Israel hat dem sephardischen Judentum Nordafrikas die Lebensgrundlage genommen. Auf jeden Fall wird Marokko im naechsten Jahr ein eindrucksvolles Gesicht verlieren.

5.3.11 21:26
 



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