MEINE WELT: REISEBLOG

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     JORDANIEN
     MAROKKO
     SYRIEN






MARRAKESCH FRIEDHOF UND SYNAGOGE

Hallo,

gestern habe ich beim Fruehstueck irgendwo in einem kleinen Laedchen mitten in der Stadt einen jungen Amerikaner getroffen, mich mit ihm unterhalten und bin dann den restlichen Tag mit ihm durch die Stadt gelaufen.

Nach dem Fruehstueck, das aus einem "Crepe" und zwei Tees bestand, Crepe ist irgendein flaches Teiggebaeck das auf grossen flachen Platten gebraten wird und dann mit nichts oder Kaese bestrichen wird, sind wir zunaecht zur Synagoge gegangen. Die steht Besuchern hier einfach offen, ausser zu den Gebetszeiten. Unterwegs haben wir noch einen Haendler getroffen, der lauter alten juedischen Kram sammelt und ihn verkauft um mehr zu kaufen. Gefuehrt wurden wir etwas unfreiwilliger Weise von einem kleinen Jungen. Was hinter den Mauern liegt laesst sich nicht erahnen. Es ist eine ungekennzeichnete einfache Tuer. Wer hindurch geht und durch einen kleinen dunklen Tunnel geht den empfaengt dahinter Licht. Blau.

Es ist die hier typische Architektur auf der Grundlage eines grossangelegten Quadrats. Die Struktur laesst Platz fuer einen Innenhof mit einem kleinen Brunnen und ein paar Orangen oder Zitronenbaeumen. 

Dieser Innenhof ist das Herz der Synagoge. Drummherum auf Saeulen gestuetzte Rundgaenge. Die Waende mit kuehlen blauen Kacheln gefliest. Die Fliesen fuegen sich immer zu Davidssternen zusammen und ergeben eine endlose Sternhimmelwand aus Licht Schatten, Blau und Sternen.

Die Synagoge selber war nur noch maessig interessant, schoen oder bemerkenswert.

Der Friedhof hingegen, den wir dann im Anschluss besuchten war wiederum sehr eindrucksvoll. Vor lauter kleine langgeszogen Betonpyramiden. Kindergraeber aus der Pestzeit. Ohne Namen. Ohne Datum. Nur viele. Jedes hat die Laenge das darunter begrabenen Kindes. Weiter hinten finden sich verschieden Grabstrukturen. Es gibt flache Platten die auf dem Boden aufliegen, manche glatt und unbeschrieben, manche mit deutliche eingravierten hebraeischen Abschiedsspruechen. Manche Graeber haben auch franzoesische Texte. Es gibt Graeber die wie ueberirdische Steinsaerg aussehen und welche die wie alte Stufenpyramiden angelegt sind. Dicht aneinandergereiht, bedecken sie auch hier wie in Casablanca ein weites Feld. Gerade ausserhalb der Stadtmauer hat der Friedhof Heute eine recht zentrale Lage und ist gut instand gehalten. Der Aufseher sagt, der Koenig und die Gemeinde teilen sich die Finanzierung.

 

4.3.11 12:39
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung